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  Geschichte der Freien Wählervereinigung Oberkirch und Ihrer Vorgängerorganisation ÜWO (Überparteiliche Wählervereinigung Oberkirch)

Die ersten Gemeinderatswahlen nach dem 2. Weltkrieg fanden 1946 und 1949 noch ohne die ÜWO statt, dort kandidierten aber namhafte Bürger Oberkirchs wie Dr. Hans Bock, Werner Koehler und Johann Isele für die DP (Deutsche Partei), die ab 1953 für die ÜWO kandidierten. Danach verschwand die DP aus der Parteienlandschaft Oberkirchs.

Geburtsstunde der ÜWO war dann 1953, die auf Initiative von Dr. Hans Bock gegründet wurde. Schon damals machten unsere Vorfahren durch eine fulminate Pressearbeit auf sich aufmerksan, indem man zuerst den Begriff ÜWO wochenlang mit rätselhaften Andeutungen versah, um so das öffentliche Interesse zu gewinnen.

Die erste Wahl war dann für die ÜWO ein Riesenerfolg. 5 von 12 Sitzen im Stadtrat gewann man auf Anhieb mit Dr. Hans Bock, Andreas Huber, Karl Kempf, Werner Koehler, Rudolf Streif. Die CDU erhielt dort ebenfalls 5 Sitze, die SPD 2. Bei den Wahlen bis 1968 teilten sich die 16 Gemeinderatssitze jeweils die CDU mit 8 Sitzen und die anderen 8 Sitze die ÜWO und die SPD.

Bei der Kommunalreform in den 1970er Jahren, als die heutigen Ortschaften damals noch selbständige Gemeinden mit der Stadt Oberkirch zu einer Gesamtgemeinde zusammengeschlossen wurden, gab es in diesen Gemeinden Freie Wählervereinigungen, die zum Teil die gleichen Ziele wie die Oberkircher ÜWO verfolgten, nämlich eine parteiunabhängige Gemeindepolitik, die sich nur an Sachfragen und nicht an überregionaler Parteipolitik orientierte. Das waren damals die Freien Wähler Nußbach, Zusenhofen und Butschbach-Hesselbach, während die anderen, die der CDU nahestanden, sich dorthin orientierten.

Mit den Eingemeindungen hat die neue, größere Stadt Oberkirch ein Wählerpotential hinzubekommen, das mehrheitlich aufgrund der ländlichen Strukturen CDU orientiert wählt. Dies hat ab 1971 sukzessive zu einer Reduzierung des Freien Wähler Stimmenanteils geführt, der bei der Wahl 2009 bei 27 % der Stimmen lag.

Sowohl die ÜWO als auch die FWV haben sich seit nunmehr fast 60 Jahre engagiert und kreativ in die Oberkircher Kommunalpolitik eingebracht und in vielen Fällen für „Frischen Wind“ gesorgt,

Dafür waren und sind folgende Bürger als Stadträte Garant:

Fritz Berger, Dr. Hans Bock, Ludwig Braun, Peter Cleiß, Erich Graf, Roswitha Grimmig, Joachim Haas, Dr. Frank Hellstern, Andreas Huber, Theresia Huber, Otto Hund, Karl Kempf, Werner Koehler, Alfred Kornmeier, Klaus Kunner, Heinrich Langer, Albert Lehmann, Wolfgang Leppert, Hilde Löhr, Dietrich Mehrgardt, Frank Meier, Karl-Heinz Menzel, Desiré Parisel, Birgitt Reinfarth, Adolf Rendler, Andrea Ruch-Erdle, Christian Sämann, Hannes Schmidt, Edith Schütte, Dorothea Steffen, Rudolf Streif, Karl-Walter Ziegler, Manuela Bijanfar, Rudolf Hans Zillgith.